Wie wechselst du von der OpenAI-API zu A2Intelligence, ohne deine Anwendung neu zu schreiben? Die gute Nachricht: In den meisten Fällen änderst du nur drei Werte. A2Intelligence bietet eine Schnittstelle, die mit der OpenAI-API kompatibel ist. Die offiziellen OpenAI-SDKs für JavaScript und Python funktionieren deshalb weiter, ebenso viele Bibliotheken, die darauf aufbauen. In diesem Ratgeber zeigen wir dir, welche Werte du anpassen musst, wie die Aufrufe mit curl, JavaScript und Python aussehen und worauf du beim Umstieg achten solltest.
Was sich ändert: Basis-URL, Key und Modellname
Für den Wechsel brauchst du drei Angaben:
- Basis-URL:
https://gateway.a2genesis.de/v1statt der Adresse von OpenAI. - API-Key: einen Schlüssel aus deinem Projekt auf der A2Genesis-Plattform. Speichere ihn wie gewohnt in einer Umgebungsvariablen, in unseren Beispielen
A2_API_KEY. - Modellname:
a2intelligence.
Alles andere – der Aufbau der Anfragen, die Struktur der Antworten, Streaming – bleibt so, wie du es von der OpenAI-API kennst. Welche Modelle dein Schlüssel nutzen darf, fragst du über den Endpunkt /v1/models ab.
Was gleich bleibt
Kompatibel heißt: Du musst weder ein neues SDK lernen noch deine Datenstrukturen umbauen. Anfragen und Antworten haben denselben Aufbau, Fehler kommen als HTTP-Statuscodes mit einer Fehlermeldung im JSON zurück, und Streaming funktioniert über Server-Sent Events wie gewohnt. Auch viele Frameworks und Bibliotheken, die intern einen OpenAI-Client verwenden, lassen sich über eine eigene Basis-URL auf A2Intelligence umlenken. Schau dafür in der Dokumentation deines Frameworks nach einer Option wie „base URL“ oder „API base“.
Was sich ändert, ist vor allem der Ort der Verarbeitung: Deine Anfragen laufen über unsere eigene Hardware in Bochum, und deine Daten werden nicht zum Training verwendet. Für viele Teams ist genau das der Grund für den Wechsel.
Schritt für Schritt umstellen
- Konto und Projekt anlegen. Melde dich auf der Plattform an, lege ein Projekt an und lade Guthaben auf oder wähle ein Abo.
- API-Key erstellen. Erzeuge im Projekt einen Schlüssel. Er wird dir nur einmal angezeigt; speichere ihn direkt in deinem Passwortmanager oder deiner Geheimnisverwaltung.
- Konfiguration anpassen. Trage Basis-URL, Schlüssel und Modellnamen dort ein, wo du heute OpenAI konfigurierst – meist in Umgebungsvariablen oder einer Konfigurationsdatei.
- Mit einer einfachen Anfrage testen. Prüfe, ob Antwort und Format stimmen, bevor du produktive Abläufe umstellst.
- Schrittweise umziehen. Stelle zuerst eine unkritische Funktion um, beobachte Antwortqualität, Antwortzeiten und Kosten und ziehe dann den Rest nach.
Ein praktischer Tipp: Die offiziellen OpenAI-SDKs lesen Basis-URL und Schlüssel auch aus den Umgebungsvariablen OPENAI_BASE_URL und OPENAI_API_KEY. Wenn deine Anwendung diese Variablen nutzt, kannst du den Wechsel oft ganz ohne Codeänderung erledigen und musst nur noch den Modellnamen anpassen.
Beispiele: curl, JavaScript und Python
A2Intelligence spricht die Responses-API, die neuere Schnittstelle von OpenAI für Sprachmodelle. Eine einfache Anfrage mit curl sieht so aus:
curl https://gateway.a2genesis.de/v1/responses \ -H "Authorization: Bearer $A2_API_KEY" \ -H "Content-Type: application/json" \ -d { "model": "a2intelligence", "input": "Erkläre die DSGVO in drei Sätzen." }In JavaScript mit dem offiziellen OpenAI-SDK änderst du nur die Optionen beim Erstellen des Clients und den Modellnamen:
import OpenAI from "openai" const client = new OpenAI({ baseURL: "https://gateway.a2genesis.de/v1", apiKey: process.env.A2_API_KEY,}) const response = await client.responses.create({ model: "a2intelligence", input: "Erkläre die DSGVO in drei Sätzen.",}) console.log(response.output_text)In Python funktioniert es genauso:
import osfrom openai import OpenAI client = OpenAI( base_url="https://gateway.a2genesis.de/v1", api_key=os.environ["A2_API_KEY"],) response = client.responses.create( model="a2intelligence", input="Erkläre die DSGVO in drei Sätzen.",) print(response.output_text)Nutzt deine Anwendung noch den älteren Endpunkt Chat Completions, kannst du ihn ebenfalls weiterverwenden:
curl https://gateway.a2genesis.de/v1/chat/completions \ -H "Authorization: Bearer $A2_API_KEY" \ -H "Content-Type: application/json" \ -d '{"model": "a2intelligence", "messages": [{"role": "user", "content": "Hallo"}]}'Responses-API statt Chat Completions
Wenn du ohnehin umstellst, lohnt sich ein Blick auf die Responses-API. Statt einer Liste von Nachrichten mit Rollen übergibst du eine Eingabe (input) und optional Anweisungen (instructions). Die Antwort enthält mit output_text direkt den erzeugten Text, und Angaben zum Verbrauch findest du unter usage. Mit stream: true erhältst du die Antwort stückweise, und über reasoning steuerst du, wie gründlich das Modell nachdenken soll.
Wie du bestehende Chat-Completions-Aufrufe Schritt für Schritt auf die Responses-API umbaust, zeigen wir im Artikel Von Chat Completions zur Responses-API.
Worauf du beim Umstieg achten solltest
- Prompts testen. Jedes Modell reagiert etwas anders auf Formulierungen. Prüfe deine wichtigsten Prompts mit echten Beispielen und passe sie bei Bedarf an.
- Unterstützte Parameter prüfen. Die Schnittstelle ist kompatibel, aber nicht jede Spezialfunktion eines anderen Anbieters gibt es überall. Welche Parameter A2Intelligence sicher unterstützt, steht in der API-Referenz. Unbekannte Optionen solltest du vor dem Livegang testen.
- Fehlerbehandlung beibehalten. Zeitüberschreitungen, Wiederholungen und Limits gehören auch nach dem Wechsel in deinen Code.
- Einen Schlüssel pro Anwendung nutzen. Auf der Plattform kannst du beliebig viele Keys pro Projekt anlegen, umbenennen und widerrufen. Getrennte Schlüssel machen es leicht, einen einzelnen Zugang zu sperren, ohne alle anderen Anwendungen anzufassen.
- Alte Zugangsdaten aufräumen. Wenn der Umzug abgeschlossen ist, entferne nicht mehr benötigte Schlüssel des bisherigen Anbieters aus Konfigurationen, CI-Variablen und Geheimnisspeichern.
- Kosten im Blick behalten. Auf der Plattform siehst du den Verbrauch pro Projekt und kannst ein Monatslimit festlegen.
- Datenschutz dokumentieren. Mit dem Wechsel ändert sich dein Dienstleister. Aktualisiere Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten, Auftragsverarbeitung und gegebenenfalls deine Datenschutzhinweise.
Fazit
Der Wechsel von der OpenAI-API zu A2Intelligence ist in den meisten Projekten eine Frage von Minuten: Basis-URL tauschen, neuen Schlüssel setzen, Modellnamen ändern. Weil die Schnittstelle kompatibel ist, kannst du deine SDKs, deinen Code und dein Wissen weiterverwenden. Was bleibt, ist die übliche Sorgfalt beim Testen deiner Prompts und beim schrittweisen Umzug.
Alle Endpunkte, Parameter und weitere Beispiele findest du auf der Seite zur OpenAI-kompatiblen API von A2Intelligence.
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